Über das Projekt
Im Jahr 2026 blicken Deutschland und Polen auf 35 Jahre lebendige Nachbarschaft und intensive Zusammenarbeit seit den 1990er Jahren zurück. Das Jubiläumsprogramm würdigt die besondere Beziehung zwischen beiden Ländern und stellt das Engagement der Menschen in den Mittelpunkt, die sich seit Jahrzehnten für Verständigung, Austausch und deutsch-polnische Freundschaft einsetzen.
Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinstitutionen entwickelt das Deutsches Polen-Institut ein vielfältiges Kultur- und Begegnungsprogramm, das Menschen beiderseits der Oder miteinander ins Gespräch bringt. Geplant sind Ausstellungen, Konzerte, Literatur- und Filmveranstaltungen, Dialogformate sowie Austausch- und Bildungsreisen, die aktuelle gesellschaftliche Fragen mit historischen Perspektiven verbinden.
Zu den Höhepunkten des Programms zählt der Kulturzug Berlin–Posen–Warschau, der im Herbst 2026 mit mehreren Sonderfahrten die deutsch-polnischen Beziehungen buchstäblich in Bewegung setzt. Darüber hinaus bringen Chopin-Open-Air-Konzerte polnische Musik nach Berlin, während die Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ in Warschau präsentiert wird.
Das Programm verbindet Erinnerung und Gegenwart, unter anderem durch die Multiplikator:innenreise von Berlin nach Lublin oder die Ausstellung über polnische Frauen im NS-Widerstand in Berlin.
Weitere Projekte spiegeln die Vielfalt des Jubiläumsprogramms wider: die Literaturreise „Warschau in Berlin, Berlin in Warschau“, das Sommerkino mit polnischen Stummfilmen und Live-Musik in Berlin, Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Skulptur sowie intergenerationelle Dialogformate.
Seid dabei und werdet Teil eines lebendigen deutsch-polnischen Kultur- und Begegnungsprogramms!
Was feiern wir 2026?

Foto: Bundesarchiv / Arne Schambeck
35 Jahre Städtepartnerschaft Berlin-Warschau
Seit 12. August 1991 verbindet Berlin und Warschau eine lebendige Partnerschaft: Wirtschaft, Zivilgesellschaft und alle zwei Stunden der Berlin–Warszawa-Express. Gemeinsam gestalten wir Stadtentwicklung, Mobilität, Umweltschutz, Wissenschaft und Kultur. Netzwerke, Schulpartnerschaften und Berliner:innen mit polnischen Wurzeln bereichern den Austausch. Regelmäßige Begegnungen und Projekte stärken die Verbindung beider Metropolen – für ein offenes, vernetztes Europa.
35 Jahre Deutsch-Polnischer Nachbarschaftsvertrag
Am 17. Juni 1991 unterzeichneten Helmut Kohl und Jan Krzysztof Bielecki den Vertrag – ein Meilenstein für Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland un Polen. Er stärkt Kooperationen in Politik, Verteidigung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, besonders im grenznahen Raum. Deutschland unterstützte damit Polens Weg in die EU (Beitritt 2004). Der Vertrag prägt bis heute die enge deutsch-polnische Partnerschaft.
20 Jahre Oder-Partnerschaft
Seit 2006 verbindet die Oder-Partnerschaft deutsche und polnische Regionen entlang der Oder unter dem Motto „Zwei Länder, eine Gemeinschaft“. Das Netzwerk fördert grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Wirtschaft, Kultur, Verkehr, Bildung und Tourismus – für einen starken, nachhaltigen Kooperationsraum und eine lebendige Grenzregion.
Das Deutsche Polen-Institut
Wir sind das Zentrum für polnische Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft und die deutsch-polnischen Beziehungen. Wir pflegen die Beziehungen zum Nachbarland Polen durch unser Programmangebot vorwiegend in Deutschland. Dabei vereinen wir praxisbezogene Wissenschaft und Forschung, Bildungsangebote für Schulen und Hochschulen, politische Foren, editorische Projekte und öffentliche Veranstaltungen. Wir besitzen eine einmalige Spezialbibliothek zu Polen.
Das Projekt “Zwischen Berlin und Warschau - 35 Jahre Nachbarschaft” steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Kai Wegner, sowie ausgewählte Veranstaltungsformate unter der Schirmherrschaft des Stadtpräsidenten Warschaus, Rafał Trzaskowski.
Es wird konzipiert und umgesetzt vom Deutschen Polen-Institut – in Zusammenarbeit mit agitPolska, der Ambasada Polek, dem Berlin Institute of Health an der Charité, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin, der Europäischen Akademie Berlin, dem Gustav Seitz Museum sowie dem SprachCafé Polnisch.
Gefördert von der LOTTO-Stiftung Berlin.






