Worum geht es?
Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Nikolaus Chodowiecki findet in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt ein Themenabend statt, der Leben und Werk dieses bedeutenden Künstlers in den Mittelpunkt stellt.
Chodowiecki zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung. Mit seinen Zeichnungen und Radierungen hielt er das Alltagsleben, die Mentalitäten und sozialen Welten des 18. Jahrhunderts eindrucksvoll fest. Als Nachfahre einer Hugenottenfamilie, in Danzig geboren und später eine zentrale Figur des Berliner Kulturlebens, steht seine Biografie exemplarisch für Migration, Religion und Kunst im europäischen Zusammenhang. Sein Lebensweg spiegelt die kulturellen Verflechtungen Europas auf besondere Weise wider.
Die Impulsvorträge des Abends beleuchten Chodowiecki aus drei Perspektiven: als Hugenotte, als Danziger Migrant und als Berliner Künstler. Eine anschließende Podiumsdiskussion widmet sich der Frage nach der Aktualität seines Schaffens und erörtert, wie seine Erfahrungen von Mobilität, religiöser Zugehörigkeit und kulturellem Austausch heute gelesen werden können. Musikalische Beiträge am Flügel begleiten das Programm.
Programm
Grußworte
- Christoph Landré, Secrétaire du Consistoire der Französischen Kirche zu Berlin
- Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration
Kurzvorträge und Podium
- Prof. Dr. Iwan-Michelangelo D’Aprile, Historiker und Literaturwissenschaftler, Professur Kulturen der Aufklärung, Universität Potsdam
- Prof. Dr. Rafał Makała, Kunsthistoriker, Institut für Kunstgeschichte, Universität Danzig/Gdańsk
- Dr. Jennifer Wilde, Leiterin des Hugenottenmuseums Berlin
Musik
- Katarzyna Wasiak, Berlin
Moderation
- Liane von Billerbeck, Deutschlandfunk
Der Themenabend ist eine Kooperation zwischen dem Hugenottenmuseum Berlin, dem Nordost-Institut (IKGN e.V.) und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa im Rahmen des Jubiläumsjahres Chodowiecki 300. Wir danken der Französischen Kirche zu Berlin und der Copernicus-Vereinigung e.V. für die freundliche Unterstützung.
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Teilnahmebedingungen
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Im Anschluss wird zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.
TIPP: Das Hugenottenmuseum im Französischen Dom ist bis 18 Uhr geöffnet. Um 17 Uhr und 17:30 Uhr finden Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung »Chodowiecki 300. Zwischen Kunst und Konfession« statt. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten unter leitung@hugenottenmuseum-berlin.de oder unter +49 (0)30 206 1649 41.





